Impressionen 7. Lichtkreis am 30.03.2025

Veröffentlicht am 18. November 2025 um 22:15

Schon etwas länger her, aber nicht weniger spannend war der Lichtkreis am 30.03.2025. Darum wollte ich es mir nicht nehmen lassen ihn für euch zusammenzufassen:

 

Wir hatten so viele Anmeldungen wie nie zuvor. Es freute uns sehr, den größten Raum im Haus für euch vorzubereiten. Auch hatten sich mit „Trigger“ und „Sichtbarkeit“ große Themen abgezeichnet.

 

Katharina begrüßte uns wieder herzlich. Nach einer Achtsamkeitsübung zum Ankommen eröffnete sie den Raum für einen Austausch unter der Fragestellung: „Wo stehen wir gerade?“ Danach eröffnete sie uns den Raum für das erste Thema „Trigger“ indem sie uns eine Kurze Begriffsbestimmung, aus ihren Augen, in das Thema gab. Sie lehnte sich an Maxim Mankevich (Buch Soulmaster) an, wobei es sich bei Triggern um Reize in der äußeren Wahrnehmung, welche eine innere Wahrheit haben. Du kannst dich dabei fragen „Was hat das ganze mit mir zu tun?. Dabei zeigt sich eine Wunde kann erst geheilt werden, wenn sie sichtbar wird und dabei helfen und diese Trigger. Mit der heftigen Reaktion in uns und der Bereitschaft für innere Arbeit, können wir unsere Schatten erkennen und in die Heilung gehen.

 

Im Kreis ist uns aufgefallen, dass es am meisten unsere nächsten Angehörigen, wie unsere Kinder und Partner sind, die etwas in uns triggern. Hierzu wurde auch die Überzeugung geteilt, dass wir unsere Partner gerade danach aussuchen, um mit ihnen zu heilen und das eben auch unsere Kinder so zu uns kommen uns noch weiter in unser Licht führen.

 

Wir erarbeiten, dass auch Trigger alles in uns auslösen können. So kann die negativ bewertete Emotion Neid auch Ansporn sein. Ganz nach dem Motto „Da könnte ich auch schon sein“ und gleichzeitig auch der Hinweis, dass steckt ja in mir. Ein Trigger der uns freudig erregt wird im Social Media auch als „Glimmer“ bezeichnet.

 

Da wir mit Glimmer jedoch keine Probleme haben, geht es weiter um die Trigger, die uns herausfordern. Wir sammeln Dinge die uns reizen. Das können unter anderem Wörter, Emotionen, Farben, Gerüche sein. Wir erkennen, dass es manchmal nicht einmal die eigenen Themen sind, die uns triggern. Es können auch Ahnenthemen sein, welche als transgenerationale Trauma bezeichnet werden. Wir ertappen uns dabei, wie wir geneigt sind, die unangenehme Reaktion mit Handyscrollen vorüber ziehen zu lassen und damit den Moment zu verpassen. So dürfen wir uns, um unseren Triggern auf den Grund zu gehen, fragen wann lenken wir uns ab? Und wovor?

 

Aber was tun, wenn wir akut von Triggern ergriffen werden? Aus der Gruppe kamen Teile eines Zitates, welches korrekt lautet:

 

Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum.

In diesem Raum liegt unsere Macht zur Reaktion.

In unserer Reaktion liegen unsere Entwicklung

und unsere Freiheit.

 

Viktor Frankl

 

Um diesen Raum betreten zu können, können wir durch Entspannungsübungen unsere Widerstandskraft vorbeugend stärken. Reflexion eröffnet die Möglichkeit sich für zukünftige Situationen Strategien zurecht zu legen. Für unvorbereite Situationen ist es eine mögliche Strategie, die Situation zu verlassen, bevor die Triggerreaktion auch noch Dritten schadet. Dabei ist manchmal nicht mal das tatsächliche verlassen eines Raumes nötig, so wäre eine Bitte um Pause in einem Gespräch denkbar. Tiefe Bauchatmung mit langsamen Ausatmen wird empfohlen. Das Rauslassen der aktuellen und alten angestauten Emotionen wird im Kreis als wichtigster Baustein gesehen, damit diese den Körper verlassen können. In einem der letzten Zusammenfassungen wurde schon darauf eingegangen, wie sich ungelebte Emotionen auf Körper, Geist und Seele auswirken können.

 

Mit dem Thema Sichtbarkeit ging es nach der Pause weiter. Der Impuls zu diesem Thema kam im Voraus von mehreren Lichtern. Das ich mich von dem Thema sehr angesprochen gefühlt hatte, durfte ich einleiten. In mir brodelt schon eine Weile ein Konfikt zwischen dem Wunsch mich mehr zu zeigen und dem verstecktem Dasein im Hintergrund. Ich habe den Kreis in meine Konflikte eingeweiht. So zeige ich mich in unterschiedlichen Räumen mal weit im Vordergrund und mal versuche ich unsichtbar zu sein. Auch habe ich Bewunderung für eine Situation im Chat ausgesprochen.

 

Meine Frage an die Gruppe war: „Wie geht ihr mit eurer Sichtbarkeit um?“ Es gab Lichter die ihre Sichtbarkeit leben und dabei unterschiedliche Weise dazu gekommen sind. Und es gab jene, die sich ganz oder in Teilen auch mehr Präsenz wünschen. Unsichtbarkeit wurde Vielfach mit Schutz assoziiert. So ist eine Voraussetzung für Sichtbarkeit das Empfinden von Sicherheit. Aber auch der explizite Wunsch nach Sichtbarkeit und bewusster Entscheidung gegen das Aufsetzten von Masken.

 

Im Gespräch gab es unterschiedliche Impulse für mehr Sichtbarkeit in der eigenen Präsenz. So gab es eine Präsentation zum Schaffen eines Schutzraumes für mehr Mut. Nach dem Motto, dass man Sichtbarkeit üben kann, ist es denkbar, in kleinen Schritten kleine Herausforderungen zu nehmen und zu gucken, was passiert. Davor könnte Glaubenssatzarbeit helfen. Man guckt also, welche Gedanken stehen hinter den Bedenken/der Angst und versucht diese, zu analysieren und neu zu fassen.

 

„Wir sind die doch nicht hier um Schutzmauern aufzubauen“, sagte eines der Lichter zur Ermutigung. Jede Person hat ihren eigenen Ausdruck. Gemeint ist damit mehr als Sprache. Es geht darum wie zeigen wir unsere Persönlichkeit, Interessen, Werte, Überzeugungen, Sein. Über das Teilen von Informationen über das eigene Leben und sich zeigen, durch das Tragen von Zeichen der Zugehörigkeit, beispielsweise Schmuck, Symbole, Kleidung. Das Bedürfnis nach Zugehörigkeit schwingt dabei stark mit, sonst würden wir uns in unterschiedlichen Kreisen nicht unterschiedlich zeigen. Dabei ist das gezeigte, nicht immer gleich dem was das Gegenüber wahrnimmt. Einfach weil jeder seinen Spiegel der Wahrheit hat und nur die gemeinsame Schittmenge – die gemeinsame Wahrheit- Gemeinschaft begründet. Weil wir eben nie wissen können, was beim Sehenden ankommt, sollten wir uns davon nicht abhängig machen. „Wenn wir uns selbst mehr mit Liebe begegnen, ist es okay auf Sichtbarkeit nicht angewiesen zu sein.“ trug dazu ein Licht bei. Ließ das gleich nochmal!

 

Wir sind gemeinsam darauf gestoßen, dass mit Sichtbarkeit auch trennende Gedanken kommen können. Nach dem Motto: „Ich weiß wie du tickst/deine Meinung/ etc., deine Überzeugung teile ich nicht, geh weg mit deiner Überzeugung“ besteht vielleicht der Impuls Abstand gewinnen zu wollen. Dabei wurde es vielfach als viel wertvoller empfunden, hinzusehen und den Raum für Kommunikation zu öffnen. Dadurch wurde die Chance gewonnen dem Gegenüber näher zu kommen, als davor denkbar, weil wahre Gründe ausgesprochen wurden und dadurch Perspektivwechsel ermöglicht wurden.

 

Ja, Sichtbarkeit macht auch angreifbar. So reagieren besonders diejenigen heftig auf Veränderungen, die bisher davon profitiert haben, dass wir uns bisher nicht gezeigt haben. Dabei dürfen wir uns ganz bewusst sein, dass wir für die Reaktion der anderen nicht verantwortlich sind. Dazu wurde beigetragen: „Wie die andere Person reagiert, dagegen viel mehr über sie aus, als über dich.“ Umso wichtiger ist es also auch, dass Feedback nicht im Außen zu suchen, sondern bei sich zu bleiben und in den eigenen Emotionen zu forschen, was mehr Sichtbarkeit in einem Thema mit einem selbst macht. In diesem Prozess braucht es nach Überzeugung keine Überstürzung, sondern unser eigenes Tempo.

 

Dem war nichts mehr hinzuzufügen, darum schloss Katharina den Kreis mit einer letzten Achtsamkeitsübung.

 

Texte von mir verfasst, Erstveröffentlichung unter: https://share.google/8a5mIjijXxCYnvLCO

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